Der ideale Standort ist im Freien in voller Sonne, aber an einem gut belüfteten Ort. Es handelt sich um eine sehr widerstandsfähige Art, die auch sehr strenge Wintertemperaturen gut verträgt. Der einzige Nachteil sind Spätfröste, die, wie bereits erwähnt, zum vorzeitigen Verlust ihrer prächtigen Blüte führen können. Eine gute Lösung besteht darin, die Pflanze nachts unter einem Vordach oder auf Ablagebänken zu platzieren.
Die allgemeine Regel, dass gegossen werden sollte, wenn sich die Erde trocken anfühlt, gilt auch für die Forsythie, wobei jedoch zu beachten ist, dass in den heißesten Perioden und bei starkem Wind häufiger gegossen werden muss. In diesen Fällen besteht nämlich oft die Gefahr, dass die Erde vollständig austrocknet. Es ist auch zu beachten, dass sowohl Wassermangel als auch Überwässerung zu schweren Störungen der Pflanze führen können.
Das Wurzelwachstum dieser Art ist bemerkenswert, insbesondere bei jüngeren Bäumen, sodass, wenn sie nicht zwei Jahre hintereinander umgepflanzt werden, die kräftige Entwicklung des Wurzelsystems dem Rest der Pflanze Energie entzieht. Daraus wird ersichtlich, wie wichtig es ist, in den ersten Lebensjahren des Baumes jährlich umzupflanzen und die Häufigkeit bei ausgewachsenen Exemplaren auf alle zwei Jahre zu reduzieren. Der ideale Zeitpunkt ist unmittelbar nach der Blüte. Die für diese Art am besten geeignete Mischung besteht aus 60% Akadama und 40% fertiger Erde.
Die Blütenknospen bilden sich an den Enden der Zweige, daher ist es ratsam, die Triebspitzen gegen Ende Mai zu schneiden. Nach der Blüte müssen die verwelkten Blüten entfernt und die Zweige geschnitten werden. Dabei ist es wichtig, immer Blattknospen stehen zu lassen, da sonst der Zweig verloren gehen kann. Eine Besonderheit dieser Pflanze ist, dass sich die Blattknospen in den Bereichen bilden, in denen die Blüte stattgefunden hat. Wenn die Blüten zu lange stehen bleiben, können sich diese Knospen nicht richtig entwickeln. Wenn Sie also eine schöne Silhouette erzielen möchten, sollten Sie diesen heiklen Aspekt des Schnittes auf keinen Fall vernachlässigen. Die Forsythie bildet an der Basis zahlreiche Triebe aus: Um eine ordentliche Struktur zu erhalten, sollten Sie diese sofort entfernen, sobald sie erscheinen. In der Phase des Verzweigungsaufbaus ist es ratsam, die Blüte zu vernachlässigen und bis Ende August weiter zu beschneiden. Sobald die Grundstruktur erreicht ist, kann man sich ganz auf die Blüte konzentrieren.
In den Monaten Juni und Juli empfiehlt es sich, den Baum sorgfältig zu beobachten und mit einer Pinzette die Blütenknospen von den Zweigen zu entfernen, die keine Blattknospen gebildet haben. Dieser Vorgang stellt sicher, dass die Pflanze vor dem Vegetationsbeginn Blattknospen an den Zweigen bildet, die zuvor nur Blütenknospen hatten. Das Entknospen sollte auch an den Zweigen durchgeführt werden, die übermäßig kräftig erscheinen, indem man sie entfernt.
Das Wickeln kann das ganze Jahr über durchgeführt werden, sofern man dabei mit der gebotenen Sorgfalt vorgeht. Es ist besser, kupferbeschichteten Aluminiumdraht zu verwenden, der mit Klebeband umwickelt ist und etwas dicker als nötig ist, um übermäßigen Druck auf die Zweige und drastische Biegungen zu vermeiden. Es ist jedoch vorzuziehen, Äste, die in einer ungeeigneten Position wachsen, zu beschneiden, anstatt ihre Richtung durch Wickeln drastisch zu verändern. Es ist zu beachten, dass nur gewickelt werden kann, wenn die Äste noch weich sind, d. h. wenn ihr Durchmesser 0,5 cm nicht überschritten hat.
Von Ende der Blütezeit bis zum Laubfall alle drei bis vier Wochen mit einem langsam freisetzenden organischen Dünger wie Hanagokoro (Linea Bonsan) düngen, wobei die heißesten Monate zu vermeiden sind. Auch im Herbst sollte gedüngt werden, allerdings in deutlich geringerer Dosierung.
Bei richtiger Pflege und idealem Standort ist die Forsythie eine besonders widerstandsfähige Art gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Dennoch ist sie manchmal anfällig für Blattläuse.